März 07, 2017

Den Mund voll ungesagter Dinge


Anne Freytag und ihr zweiter All Age Roman

Kaum zu glauben, dass es schon ein Jahr her sein soll, seitdem ich Anne Freytags erstes Jugendbuch in den Händen hielt und verschlang. In diesem einen Jahr ist viel passiert. Unter anderem auch das hier. Ein neues Buch für alle ab 14. Eine neue mitreissende Geschichte, die den Leser abholt und so fix dann nicht mehr loslässt.

Wer? Wo? Was?

Sophie und ihr Vater leben in Hamburg. Sie ist 17 und  wartet nur darauf, endlich das Abi in der Tasche zu haben, um die Welt zu entdecken. Er will weg. Weg in eine neue Welt. Eine für Sophie noch völlig unbekannte. Der Umzug nach München steht bevor.

Ist es nun Sophies einziges Ziel, die nächsten Monate einfach zu überleben, so kommt alles anders. Hamburg ist schneller vergessen als gedacht und neue verwirrende Gefühle kommen auf sie zu. Warum ist sie nicht wie alle anderen? Was ist das eigentlich für ein Phänomen mit dieser Liebe, von der alle immer sprechen? Und warum verdammt nochmal, kann sie sich auf niemanden einlassen? Bis jetzt! Alex, das wunderbare Nachbarsmädchen, tritt in ihr Leben. Von nun an ist irgendwie alles anders, aber dennoch so klar.

Rezension

Schon beim lesen des Verlagstextes, da fragte ich mich, was eigentlich das Problem ist? Wir leben im 21. Jahrhundert. Nahezu alles wird revolutioniert, untersucht, erörtert und reflektiert. Aber was ist mit dieser Liebe? Warum ist dieses kleine, große Wort immer noch so sehr an Konventionen gebunden? Warum wollen die meisten, die an sie denken, sie in eine Schublade stecken, in eine Form. Warum ist es nicht einfach annehmbar, dass dieses große Ganze für Jerdermann etwas anderes bedeuten kann. Dass sie wehtun, dass sie das Herz hüpfen lassen kann und dass sie nie, aber auch nie, zweimal gleich ist.

Diese Frage zog sich auch während des lesens durch meinen Kopf. Innerhalb weniger Tage, hatte ich Annes neues Buch ausgelesen und dachte immer wieder, dass es eigentlich kein Problem sein sollte, wer wen liebt. Umso wichtiger sind Bücher wie dieses und vorallem Autor*innen, die diesen Schritt gehen. Vielfalt in der Literatur kann nur vorhanden sein, wenn sie einfach geschrieben wird.

Hier entstand mal wieder ein sehr mitreissender All Age Roman, bei dem klar ist, dass viel Herzblut in ihm steckt. Anne versteht es, den Alltag eines Teenagers -und all seine Sorgen- so zu beschreiben, als wäre man selbst diese Person. Und dennoch, in all dieser Alltäglichkeit beginnt ein Umdenken, darüber nachdenken.

Was ich besonders toll finde: Musik begleitet den Leser durch Annes Bücher. Immer, stets und ständig. Das war schon in ihrem ersten Jugendbuch der Fall. Dieses Mal habe ich keine Playlist erstellt. Da aber einige schneller waren, werdet Ihr sicher fündig. ;)

Liebe Anne, ich danke Dir für dieses Buch. Für diese Geschichte. Für diese zwei starken Frauen. Ich bin mir sicher, es werden ihnen viele folgen und für eine Vielfalt auf allen Ebenen in der Literatur sorgen.

Infos zum Buch

 
Cover
Copyright: heyne > fliegt




Anne Freytag
"Den Mund voll ungesagter Dinge"
Roman
Originalausgabe
Paperback, Klappenbroschur, 400 Seiten
€ 14,99 (D)
ISBN: 978-3-453-27103-6
Verlag: Heyne fliegt
Leseempfehlung: ab 14 Jahren
Erscheinungstermin: 06. März 2016

Infos zur Autorin und meine Rezension zu ihrem ersten All Age Roman, die findet Ihr hier.

Und nun raus mit Euch, los! Geht zum Buchhändler Eures Vertrauens, kauft Euch dieses Buch und lest!





Februar 21, 2017

Sieben ist eine lange Zahl


Und eine warme noch dazu

Später als sonst, war der Winter über die Stadt gekommen. Man hatte das Gefühl, dass er nun dementsprechend seinen Aufenthalt hier verlängern wollte. Es war Ende Februar und der Schnee und das Eis hatten Wege, Straßen und alles, was sich auf ihnen fortbewegte, fest im Griff.

Je länger diese Kälte da draußen anhielt, desto wärmer wollte es den Menschen ums Herz werden. Ausgleich, könnte man sagen. Selbstverständliche Menschlichkeit, würde ich es nennen.

Als sich die Bustüren öffneten, blickte ich auf einen, völlig von grauem Stadtschnee bedeckten, Platz. Es musste gleich hier sein. Nur einmal links, den provisorisch geräumten Gehweg entlang. Die gelben, warmen Lichter erhellten bereits den großzügig geschnittenen Gastraum. Gemütlichkeit ergoß sich über Jeden, der durch seine Türen trat.



Es war wärmer, als ich es mir vorgestellt hatte. Vielleicht war es aber auch die - bis hierhin verleugnete- Aufregung, die nun doch in mir aufstieg. Ich wusste, ich würde nicht zuerst dort sein. Ein Gefühl, das mir desöfteren Magenschmerzen, zumindest aber ein zuverlässiges, flaues Gefühl bescherte.  

Mein Blick streifte den Raum, scannte jeden der Tische und blieb plötzlich dort hängen. In meinem Kopf ließ ich lange Emails und kurze Textnachrichten Revue passieren. Die letzten thematisierten immer wieder diesen Ort hier.

Anfängliche, vorsichtige Worte, wichen einem Lachen, das zu vielen wurde.
Dieser Ort war kein alleinig stadthistorischer mehr.
Er wurde zur Mitte, zum Herzen dieser, unserer Metropole.

Sieben Winter lang.

Und das Eis da draußen, war nicht mehr länger kalt genug.











November 23, 2016

Frau Meier, die Amsel

Die Zitadelle und wir, eine Liebe


Vor kurzem waren wir mal wieder auf der Zitadelle Spandau unterwegs. Nicht etwa, wie das vorletzte Mal, um uns dort museumstechnisch alles genauestens anzuschauen. Nein, eine Freundin aus dem Studium, bzw. ihre Familie, luden zur Puppentheater-Premiere.

Ach Leute, ich kann Euch sagen: dieser Nachmittag endete mit Tränen. Bei mir! Und das nicht etwa, weil es mir nicht gefiel. Ganz im Gegenteil. Es war so toll. Eine liebevolle, anrührende Inszenierung, die ich Euch allen nur ans Herz legen kann. Nein wartet, das ganze Theater, ein Familienbetrieb, möchte ich Euch heute gern empfehlen. Ich bin mir sicher, ihr werdet dort schöne Stunden verbringen.


Figuren: Mechtild Nienaber, Ralf Wagner
Foto: Stephanie Födisch

Na um was ging es denn nun?


Müsste ich mich kurzfassen, würde ich sagen: Na um das Leben! :)

Und so ist es. Herr und Frau Meier sind glücklich mit eben ihrem. Wären da nicht immer diese kleinen und großen Sorgen und Ängste, die Frau Meier nicht aus dem Kopf gehen wollen. Als sie dann ein kleines Amselkind findet, werden diese nicht weniger.

Doch Frau Meier schafft etwas großartiges. So bringt sie der kleinen Amsel das Fressen und Fliegen bei. Hilft ihr beim groß werden und wächst dabei über sich selbst hinaus.

Die Geschichte nach Wolf Erlbruch, für alle Menschen ab 5.

Absolute "Müsst ihr mal hin"- Empfehlung von mir. Alle weiteren Infos, auch zu den anderen tollen Stücken, und den Spielplan, gibt es hier.

Ich bin gespannt, wie es Euch gefällt.








Oktober 21, 2016

Unsere 5 Freitagslieblinge

Nich lang schnacken...

Die Woche war kurz (gefühlt) und dennoch so voll mit Terminen und wichtigen Ereignissen. Das wichtigste wohl, der Geburtstag des Kindes.

Lassen wir doch die Bilder sprechen.





1. - oben links - Mein Lieblingsessen der Woche

Selbstgemachte Hefeklöße mit Waldheidelbeeren. Mhmmmm... das war das richtige bei dem miesen Wetter. Definitv wird das jetzt desöfteren mal gemacht.

2. - unten links - Meine Inspiration der Woche


Ich habe  in diesem Wintersemester einen sehr straffen und vorallem vollen Stundenplan in der Uni. Ein Seminar ist aber besonders interessant. Es geht um das Schreiben von Objektbiografien. Bevor es ans Endwerk geht, ist der Weg, viele krative Schreibübunben zu meistern. Das Schreiben zu öffnen. Und so begab es sich, dass ich meine erste Ode schrieb. Eine Ode an mein verloren geglaubtes Notizbuch. :)

3. - oben rechts - Mein Lieblingsbuch der Woche


Momentan lese ich viele Graphic Novels. Sie lesen sich einfach schneller so weg. Diese hier bekam ich zum Geburtstag geschenkt. Sehr eigen, aber dennoch gut. Die Autorin hat hier autobiographisches zu Papier gebracht.

4. - Mitte rechts - Mein Lieblingsmoment mit dem Kind / den Kindern


Am Dienstag stand der 4. Geburtstag vom Kind an. Vier Jahre schon...bin immer noch ganz gefühlsduselig. Diese Zeit hey, die macht mich wahnsinnig, mit ihrer Raserei. Wir waren im Kindermuseum mit den sechs Kindern. Genauer gesagt im Spectrum. Kann es nur sehr empfehlen. Auch wenn ich Abends, ob der Anstrengung, auf sechs Kinder gleichzeitig aufpassen zu müssen, ziemlich k.o. war.

5. - unten rechts - Mein Lieblingsmoment der Woche nur für mich


Es klingt so profan, aber macht dennoch glücklich. Mein Yoga: das Nähen! Diesmal, auf die Schnelle, zwei Schnullerbänder für ein Zwillingspärchen. In Wunschfarben und Mustern. Hat tierisch entspannt und macht morgen eine Mutti sehr glücklich.

Was war denn bei Euch so los?

Alle anderen Freitagslieblinge findet Ihr übrigens bei Anna von Berlin Mitte Mom.
Viel Spaß!








Oktober 07, 2016

Wenn es ums Essen geht, sind wir gerne mit dabei!


#Werbung #Verlosung 

Ach hätten wir sie doch schon damals gehabt, die Schüsseln und Teller, die nicht ganz so leicht auf dem Boden landen können und kaputt gehen.

Unser Kind war größtenteils ein Baby Lead Weaning-Kind, nur damals wussten wir noch nicht, dass das so heißt. Wir sagten einfach: "Das Kind sitzt mit am Tisch und isst -größtenteils- was wir essen. Jaaaa, auch zu Beginn gab es Brei. War Sohnemann aber nie so richtig Fan von und eine gedämpfte Möhre, von der man genüsslich abbeissen kann, war da sehr viel beliebter.

Auch Mahlzeiten, die man normalerweise aus Schüsseln isst, waren begehrt. Heute ist es tatsächlich so, dass kaum ein Gericht - besonders in der KiTa- ohne Joghurt auf den Tisch kommen darf. Naturjoghurt wird quasi heiß kalt und innig geliebt.

So war ich dann schon gespannt auf die Matten mit integriertem Teller oder integrierter Schüssel, welche sich plan an den Tisch haften und ein Herunterfallen somit nur schwer möglich machen.

EzPz heißen sie und es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Die Happy Mats können das Volumen eines vollen Gerichts fassen und sind in 3 Mulden unterteilt. Durch die Optik isst das Auge doppelt mit. Die Happy Bowl ist die zweite Matte, die uns zum testen zur Verfügung gestellt wurde. Platz haben hier: Suppen, Joghurt, Breie, Müsli etc.

Die Matten bestehen zu 100% aus Silikon, lassen sich bequem in der Spülmaschine reinigen und sind frei von unschönen Dingen, wie PVC, BPA und Phalaten.

Rezepte



Bis Montg, wird es hier jeden Tag ein bis zwei Rezepte geben, die wir in den letzten Wochen, während wir die Matten ausgiebig testeten, umgesetzt haben.


Zum vergößern bitte anklicken!



Ihr könnt das auch haben!


Wir verlosen eine Happy Mat oder Happy Bowl in Wunschfarbe. Hier seht Ihr alle erhältlichen Farben. Um zu gewinnen, müsst Ihr nur hier unter diesem Blogpost oder auf der Facebook-Seite - bis zum 10.10.2016,  20:00 Uhr MEZ - kommentieren. Schreibt einfach, ob Ihr eine Matte oder Schüssel gewinnen wollt und welches Eure Wunschfarbe wäre. Gern könnt Ihr uns auch verraten, welche Gerichte Euren Kindern am besten schmecken. Teilnehmen kann nur, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und in Deutschland wohnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Beide Matten wurden uns von EzPz zur Verfügung gestellt. Die hier wiedergegebene Meinung ist unsere eigene.






August 13, 2016

12 von 12 im August

Nun endlich *Trommelwirbel* , da schaffe ich die "12 von 12" doch tatsächlich mal rechtzeitig -und vorallem vollständig- zu fotografieren. Ich schätze es liegt am entspannt sein und dem wunderbaren Urlaub, der sich leider dem Ende neigt.
Los geht's :

Leider mit komischem Layout, da "Blogger" auf dem Handy furchtbar ist. 

V.l.n.r.

BILD 1
Als wir aufstehen, regnet es mal wieder. Oder immernoch? Ich versuche mir davon die Laune nicht vermiesen zu lassen...
BILD 2
Wir frühstücken lang und lecker. So ganz stinknormal und schön.
BILD 3
Die Kinder lassen sich vom Regen nicht beirren und spielen ausgelassen im Sommergarten. Wie das immer so ist: die einfachsten Dinge, sind die schönsten. Ein Luftballon!
BILD 4
Ich schnappe mir das Fahrrad, weil es mal einen Moment nicht schüttet, und fahre acht km in den Ort, dort gibt  es das Allheilmittel gegen schlechte Laune: Bücher! (TIPP: Susannes Buchhandlung in Wiesmoor ist wärmstens zu empfehlen)
BILD 5
Noch einige km weiter, komme ich an einem Geschäft vorbei, das niedliches Teegeschirr verkauft. In Ostfriesland nicht nur ein Klischee, sondern auch ein Muss. Ich liebe es!
BILD 6
Als ich gerade einen kleinen Mittagssnack zu mir nehmen möchte, entdecke ich, neben dem "Teekannengeschäft", dieses wunderbar alte Haus. Man kann es mieten und ich bin ein wenig verliebt.
BILD 7
Und wieder geht es auf's Rad. Auf dem Dorf muss man eben ein wenig was dafür tun, wenn man Dinge erwerben möchte oder einfach nur schönes schmökern. Ich bin so begeistert von Elisabeths Laden. Wir schnacken und trinken Kaffee. Ich finde wie immer kleine Nettigkeiten, die mein Herz hüpfen lassen.
BILD 8
Der Rückweg steht an. Voll bepackt schwinge ich mich aufs Rad. Das Wetter hält sich und ich genieße die Ruhe der Natur. Schön!
BILD 9
Ganz ungefährlich ist es aber nicht, das Fahrradfahren auf dem Land. ;-)
BILD 10
Wieder zu Hause angekommen, zeige ich stolz, was ich alles erstanden habe.(Hier nur ein kleiner Teil) :)
BILD 11
Gespannt lauschen wir der Lesung von Stefan Kruecken und Kapitän Jürgen Schwandt.
BILD 12
Und hinterher gibt's sogar noch ne Widmung ins Buch und ein Foto fürs Album.

Das war ein schöner Tag!














August 04, 2016

Urlaub vom Alltag

Es fühlt sich so gut an. Weil wir beisammen sind und doch ist alles anders. 

Der Alltag macht 'ne Pause und wir entdecken uns neu.

Als Familie, als Paar, als Du und Du und ich.

So finden wir zu uns, zu einem neuen, alten wir.

Immer wieder.
Neu.
Vertraut.

Liebe.

Und so viel Dankbarkeit!