März 21, 2016

Beides sein

Ein Roman von Ali Smith


Was kann zwei Menschen, deren Leben über 500 Jahre auseinander liegen, miteinander verbinden?
Ali Smith versteht es, wie kaum Jemand sonst, dies in Worte zu fassen. In packende, mitreissende, bedeutungsvolle Worte.

Die zwei Hauptfiguren des Romans, ein in der italienischen Renaissance lebender Freskenkünstler und ein Mädchen aus dem 21. Jahrhundert, sind auf wundersame Weise miteinander verbunden. Sie verliert ihre Mutter viel zu früh, lernt zu trauern und begibt sich auf eine Reise. Eine, die sie näher zu sich selbst führen wird.

Der Ort des Geschehens, Italien, wird zum Schauplatz schier unmöglicher Begebenheiten. Ist es möglich, durch die Kunst einen Menschen wieder ins Leben zurück zu bringen? Ist es die Erinnerung an ihn, die das Unmögliche möglich, die Kunst greifbar macht?

All diesen Fragen wird sich nicht nur die Protagonistin, sondern -über kurz oder lang- auch der Leser stellen.

Liegen die Unterschiede eines jeden menschlichen Lebens, in der soziokulturellen Umgebung selbst? Oder ist es einem komplett überlassen, was man daraus formt?

Zwei Biografien, zwei Epochen, eine Geschichte: das Leben selbst!

Ali Smith
Beides sein
Erscheinungstermin: 21.03.2016
Foto: Luchterhand Verlag








März 16, 2016

Was ich nicht verstehe


nie verstehen werde

Wenn Menschen miteinander agieren, sich aufeinander einlassen, miteinander arbeiten oder eine gewisse Zeit das gleiche Umfeld haben - sei es nun aus arbeitstechnischen Gründen, oder wegen des Ortes, an dem das eigene Kind betreut wird- , dann sollte man doch meinen, dass dort ehrlich und respektvoll miteinander umgegangen wird. Ja, natürlich ist die ehrliche Nummer nicht immer genau das, was dann jeder hören möchte, aber dennoch ist das Fünkchen Respekt dabei, das Fünkchen, das ausschlaggebend ist.

Oder?

Ich verstehe also irgendwie nicht, warum es unter erwachsenen Menschen immernoch "Petzen" zu geben scheint, die anderen nichts gönnen, alles mies machen und ihren eigenen Kindern, statt sie zu lehren, dass fragen nichts kostet und Mut erfordert, beibringen, dass das "Wenn Du es nicht haben kannst, dann soll es auch kein anderer haben"- Prinzip, das schlichtweg tollste Ding auf Erden ist...

Mich macht das traurig und ich hoffe, dass es mehr Mutige gibt, die die Feigen verblassen lassen...



März 08, 2016

"Mein bester letzter Sommer"

Das neue und erste Jugendbuch von Anne Freytag

Wer? Wo? Was?

Tessa ist 17 und weiß, dass sie sehr bald sterben wird. Da hilft es nicht, dass sie aus gutem Münchner Hause kommt, die besten Noten schreibt und auch sonst alles einwandfrei bewältigt hat. Alles, bis auf die Dinge, die Teenager in ihrem Alter eben sonst so tun.

Oskar ist 19 und weiß noch nicht, dass Tessa bald sein Leben verändern wird. Ebenfalls aus gutem Hause, aber weniger tadellos und mehr Rebell, trifft er auf Tessa und nichts bleibt, wie es war.

Liebe, Hals über Kopf, eine Beichte und der Roadtrip ihres Lebens, auf den die beiden sich begeben. Alles, was sie brauchen, ist ein wenig Mut, Oskars alten Volvo und das Schicksal auf ihrer Seite. Und dort beginnt die eigentliche Story, bei der sich Tessa und Oskar aufmachen, Italien und sich selbst ein wenig besser  kennenzulernen. Touristische Anlaufpunkte und abgeschiedene Ecken. Es beginnt die wohl spannendste Reise im Leben beider Protagonisten. Team Teskar on the road!


Die Tesker-Route
Copyright: heyne>fliegt

Rezension

Der Tod ist kein leichtes Thema. Der Tod junger Menschen wird meist tabuisiert. Anne Freytag schafft es - in ihrem ersten Jugendroman - eine Leichtigkeit diesbezüglich zu vermitteln, ohne dabei den großen, schweren Aspekt des plötzlichen "Erwachsen seins" außer Acht zu lassen. Die normalen Ängste, Sorgen, Gedanken eines Teenagers, treten mit denen alter Seelen in Kontakt. Was will jemand, der weiß, dass er, bevor er volljährig wird, sterben muss? Was wird existenziell und welche einschneidenden Erlebnisse können zu einer Versöhnung mit dem Schicksal beitragen?
Die Autorin schafft es aus der Ich-Erzählperpektive genau diese Dinge zu vermitteln, Ängste, Wünsche, Sehnsüchte, die wohl jeder kennt, auszudrücken. Tessa und Oskar werden zu einem Team, welches man bildlich vor Augen hat, der Leser fiebert mit und wünscht den beiden - insgeheim - eine never ending Story.
Anne Freytag paart Melancholie und Witz, ohne dabei allzu kitschig zu werden. Ehrlichkeit, das Thema betreffend, und eine Bildsprache, der sich niemand so leicht entziehen kann.

Musik darf nicht fehlen!
Jede Etappe, jedes einschneidende Erlebnis, jeder Moment, der für Tessa und Oskar wichtig erscheint, wird fühlbar gemacht, mit einem Titel unterlegt. Der Leser wird geradezu animiert, diesen im Kopf mitzusingen und sich aus den 25 Titeln seine eigenen Favoriten beiseitezulegen.

(Ich für meinen Teil, werde habe "Teskars Playlist"  in meinem spotify- Account speichern gespeichert. :) )

Fazit

Ein ruhiger, langsamer Beginn, Spannungsaufbau, Tränen, das "ich will mehr wissen" Gefühl, noch mehr Tränen und ein Seufzer am Ende des Buches. Dieses Buch sagt: Es kann jeden von uns treffen, der Tod, aber auch die Liebe.
Klare Empfehlung für alle ab 14 und die, die gern gute Jugendbücher lesen!

Mit 31 bin ich weit entfernt vom Tennie-Dasein, konnte dieses Buch aber dennoch schwerlich weglegen und weiß sogar schon, wer es von mir geschenkt bekommt.

Infos zum Buch

 Cover
Copyright: heyne>fliegt

Anne Freytag
"Mein bester letzter Sommer"
Roman
Originalausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 368 Seiten
€ 14,99 ( Deutschland)
ISBN: 978-453-27012-1
Leseempfehlung: ab 14 Jahren
Erscheinungstermin: 08.03.2016
Verlag: heyne>fliegt

Die Autorin

Copyright: Michael Tasca / Studio Tasca

Anne Freytag, geboren 1982.
Lebt und arbeitet in München.
Vor ihrem Jugendbuch-Debut veröffentlichte sie
-unter ihrem Pseusonym Ally Taylor-
 bereits mehrere Romane für Erwachsene.








März 02, 2016

Ein weiteres Jahr

Netflix und das Stream-Team

Werbung

Wie auch im vergangenen Jahr, so werde ich auch in den folgenden 12 Monaten wieder Teil des Netflix-Stream-Teams sein. Ich freue mich sehr! Durch Netflix haben wir die Möglichkeit viele Klassiker noch einmal zu schauen, neue Serien zu entdecken oder die neuesten Staffeln zuerst anschauen zu können.

Meine momentanen Lieblinge sind ja "Rita" und "Fuller House", der Herr im Hause liebt "Sons of Anarchy" und Sohnemann darf geregelt seine Lieblinge schauen. Durch die Möglichkeit Profile anzulegen und die schlaue Funktion, dass Netflix lernt und sich Dinge merkt, ist in jedem Profil immer das richtige dabei. Auch das Kinderprofil mit altersgerechten Sendungen und einer generellen Kindersicherung sind super. Als ich das erste Netflix-Event vor einem Jahr, in Hamburg zur Kimi Schmidt Premiere, besuchte, da lag eine schwere Zeit vor uns. Ich war dort, kurz nach dem Todesfall, das erste Mal wieder unter Menschen. Ein Anfang und Hilfe...Danke!

Es folgten, wie bei Instagram immer ausführlich berichtet, weitere tolle Events und ich lernte einige liebe Menschen kennen. Wir sind riesig gespannt, was das neue Jahr mit Netflix bringt und freuen uns darauf.

Stream on!