Juli 17, 2016

Nimm die Sonne mit!


you may say I'm a dreamer
but I'm not the only one
John Lennon

Das Wetter ist ein einziges Auf und Ab. Regen und Sonne wechseln sich nahezu täglich ab.
Die Temperaturen fahren Achterbahn.

So ungefähr geht es auch mir in den letzten Tagen.
Ich bin glücklich. Ich bin traurig.

Glücklich, weil ich habe, was ich habe.
Traurig, weil geschieht, was geschieht. ...

Mir gehen so unendlich viele Dinge durch den Kopf, ich schlafe schlecht, mache mir Sorgen.
Um mein Kind, um all jene, die mir am Herzen liegen, die in meinem Herzen wohnen.
Um die Welt an sich.


Gestern war so ein Tag voller Sonne. Wettermäßig, aber auch sonst. Freunde treffen, Sommer genießen, sein und sein lassen.

Der Rückweg. Die U-Bahn. Voll mit Menschen, die grimmig schauen, grimmig riechen, grimmig sind.

Wir sitzen. Eine Mutter mit sichtlich kleinerem Kind steigt ein. Die Kinder erblicken einander und beginnen auf der Stelle sich anzugrinsen. Sie lachen mit so tiefer Herzenswärme, dass die Menschen um uns herum, die Grimmigen, plötzlich ihre Münder verziehen. Weiße Zähne kommen zum Vorschein. Alles lacht mit!

Sechs Stationen später steigen wir aus.

Mutter und (fast noch) Baby winken uns hinterher, sagen "Danke für Eure Gesellschaft!" .
Dieses Zugabteil ist nun weniger grau. Dort wird die Sonne noch ein wenig scheinen.

Die Leute nehmen sie mit!








Juli 07, 2016

Liebe geht durch den Magen

Happy Birthday, lieber Opa!

Gestern war ein besonderer Tag für die ganze Familie. Mein Schwiegerpapa wäre 69 Jahre alt geworden. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Trauer ist uns sehr wichtig. Auch damit der Sohnemann einen normalen, einen natürlichen Umgang damit kennenlernt. Schon am Morgen beschlossen wir den Tag zu einem kulinarischen Genuss zu machen. So hätte es dem Opa gefallen, das wusste auch der Jüngste.

Großmamas und Großpapa

Es kam bereits am Frühstückstisch zu sehr emotionalen Gesprächen mit dem Kleenen. Warum er denn so viele Omas habe ( drei Stück an der Zahl), aber nur noch einen Opa. Ob der Opa Calle denn wisse, dass wir an ihn denken, ihm einen Kuchen rüren wollen und ob man denn auch noch essen könne, wenn man schon gestorben ist.
Puuuuh, da hing mir schon ein dicker Kloß im Hals, das muss ich ja zugeben. So kindgerecht und ehrlich wie nur irgend möglich, versuchte ich all seine Fragen zu beantworten. Ich denke, dass das auch uns Großen gut tut und eine gewisse Scheu, über das Thema Tod zu sprechen, gar nicht erst so recht aufkommen lässt.

Ein Geburtstagsschmaus

Schnell war klar, Nudeln selbst machen, das wäre doch was. Also los ging es. Und es sieht wirklich umständlicher aus, als es dann am Ende war.
Und wer das ganze nun auch mal nachkochen mag, der bekommt hier das Rezept.


Spinat-Ricotta Nudeln (ergibt ca. 10 Teigtaschen mit 13 cm Länge)


Für den Nudelteig:

° 200g Mehl
° 2 Eier (Größe M)
° 1 bis 2 EL natives Olivenöl

° Mehl zum bestäuben der Arbeitsfläche

Für die Füllung:

° 150 - 200g Blattspinat TK (wenn frisch, ca. 2 - 3 Hände voll)
° 2 Knoblauchzehen geschnitten oder gepresst (da scheiden sich ja die Geister)
° 200g Ricotta
° 100g Gorgonzola mild

° 1 Eigelb zum bestreichen des Teigrandes

Los geht´s!



Zuerst den Teig kneten, da dieser 20 Minuten im Kühlschrank ruhen muss. Dazu einfach alle drei Zutaten mit der Küchenmaschine, den Knethaken-Aufsätzen der Handrührmaschine oder den Händen, zu einem Teig verkneten.
Wenn alles gut vermengt ist, den Teig zu einem Ball formen und 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Derweil kann man gut die Füllung vorbereiten!

Spinat in einer Pfanne oder einem Wok kurz anbraten. Den Knoblauch dazugeben und nochmals kurz aufköcheln (Spinat gibt auch etwas Flüssigkeit ab!) Die Masse in ein Hohes Rührgefäss oder großen Messbecher geben und den Ricotta und Gorgonzola dazugeben. Alles gut pürieren!
Wer es nicht so breiig mag, der möge nur kurz vermengen.  ;-)

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und die Arbeitsfläche bemehlen. Den Teig ca 2 mm dick (oder dünn) ausrollen und Kreise ausstechen.

--> Wir hatten den Maultaschen- und Ravioliformer von Tupper zur Hilfe, der ausstanzt und im nächsten Schritt zusammenquetscht. Geht aber auch, wenn alles per Hand gemacht wird.


Die Kreise füllen und den inneren Rand mit Eigelb bestreichen und Halbmondförmig zusammendrücken. Wenn alle Nudeln fertig geformt sind, ab damit ins kochende Wasserbad und ca. 2 bis 3 Minuten kochen. Die Nudeln gut abtropfen (Am besten mit einer Schaumkelle aus dem Wasserbad nehmen) und in einer Pfanne mit Butter etwas anbraten.

 Die fertigen Nudeln mit der restlichen Füllung oder einer Soße Deiner Wahl servieren

 Fertig!

Guten Appetit und viel Spaß!