Februar 21, 2017

Sieben ist eine lange Zahl


Und eine warme noch dazu

Später als sonst, war der Winter über die Stadt gekommen. Man hatte das Gefühl, dass er nun dementsprechend seinen Aufenthalt hier verlängern wollte. Es war Ende Februar und der Schnee und das Eis hatten Wege, Straßen und alles, was sich auf ihnen fortbewegte, fest im Griff.

Je länger diese Kälte da draußen anhielt, desto wärmer wollte es den Menschen ums Herz werden. Ausgleich, könnte man sagen. Selbstverständliche Menschlichkeit, würde ich es nennen.

Als sich die Bustüren öffneten, blickte ich auf einen, völlig von grauem Stadtschnee bedeckten, Platz. Es musste gleich hier sein. Nur einmal links, den provisorisch geräumten Gehweg entlang. Die gelben, warmen Lichter erhellten bereits den großzügig geschnittenen Gastraum. Gemütlichkeit ergoß sich über Jeden, der durch seine Türen trat.



Es war wärmer, als ich es mir vorgestellt hatte. Vielleicht war es aber auch die - bis hierhin verleugnete- Aufregung, die nun doch in mir aufstieg. Ich wusste, ich würde nicht zuerst dort sein. Ein Gefühl, das mir desöfteren Magenschmerzen, zumindest aber ein zuverlässiges, flaues Gefühl bescherte.  

Mein Blick streifte den Raum, scannte jeden der Tische und blieb plötzlich dort hängen. In meinem Kopf ließ ich lange Emails und kurze Textnachrichten Revue passieren. Die letzten thematisierten immer wieder diesen Ort hier.

Anfängliche, vorsichtige Worte, wichen einem Lachen, das zu vielen wurde.
Dieser Ort war kein alleinig stadthistorischer mehr.
Er wurde zur Mitte, zum Herzen dieser, unserer Metropole.

Sieben Winter lang.

Und das Eis da draußen, war nicht mehr länger kalt genug.











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